Wechseljahre 2025: Es hat sich wirklich etwas verändert

Portrait Anke Sinnigen

Die Wechseljahre sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. 2025 ist viel passiert – politisch, medial und in der konkreten Versorgung von Frauen. Noch immer gibt es große Lücken in Aufklärung, Diagnostik und Therapie. Aber: Die Richtung stimmt. Immer mehr Institutionen, Medien und Ärzt:innen nehmen die Bedürfnisse von Frauen in der Lebensmitte ernst.

Hier ist ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen des Jahres 2025.


Wechseljahre im Koalitionsvertrag – ein politischer Meilenstein

“Medizinische Vorsorge, Behandlung und Forschung gestalten wir geschlechts- und diversitätssensibel (inklusive queere Menschen) aus und berücksichtigen dabei die speziellen Bedürfnisse in jedem Lebensabschnitt aller Geschlechter, zum Beispiel Geburt und Wechseljahre, sowie spezifische Krankheitsbilder wie Endometriose, Brust- und Prostatakrebs.”

Ein Satz mit großer Wirkung: Die Wechseljahre stehen im Koalitionsvertrag.
Das ist ein wichtiger Erfolg – auch dank unserer Initiative #wirsind9millionen.

Was das bedeutet:

  • die Lebensphase der Wechseljahre wird politisch anerkannt
  • Versorgungslücken rücken in den Fokus
  • strukturelle Maßnahmen werden möglich

Politische Sichtbarkeit ist die Grundlage für bessere Forschung, bessere Versorgung und mehr gesellschaftliche Akzeptanz.


Große Medienaufmerksamkeit: Titelstorys, Serien und Popmusik

2025 hatten die Wechseljahre eine nie dagewesene Präsenz in den Medien:

  • Der SPIEGEL widmet den Wechseljahren eine Titelgeschichte
  • Anette Frier bringt das Thema mit „Frier und Fünfzig“ ins deutsche Fernsehen
  • Sophie Ellis-Bextor macht mit „Perimenopop“ die Wechseljahre zum Pop-Thema

Was vor wenigen Jahren noch ein Tabu war, wird jetzt erzählt – humorvoll, emotional, ernsthaft und vielfältig.


Medizinische Versorgung: Neue Angebote und konkrete Fortschritte

Auch medizinisch hat sich 2025 viel bewegt.

Auf wexxeljahre ist eine neue ärztliche Online-Sprechstunde gestartet – mit

  • Dr. Judith Bildau als medizinischer Leiterin
  • drei weiteren erfahrenen Ärztinnen
  • Fokus auf individuelle Beratung zu Beschwerden, Diagnostik und Therapie

Parallel gab es international wichtige Signale:

  • In UK wird eine Testosteron-Creme für Frauen zugelassen
  • Die FDA empfiehlt, die Black-Box-Warnhinweise zur HRT endlich zu streichen

Das zeigt: Die Hormontherapie wird zunehmend differenzierter bewertet.

Tipp: Wenn du mehr über die HRT lernen willst, komm in unsere Online-Kurs INSIDE Hormone. Das ist unser medizinisch fundierte Kurs zur Hormontherapie in den Wechseljahren, inkl. Live Q&A mit Dr. Judith Bildau, eine der erfahrensten Expertinnen für die Wechseljahre. >> Zur Warteliste


Forschung & Politik: Frauengesundheit rückt nach oben auf die Agenda

2025 wurde ein weiteres wichtiges Zeichen gesetzt:

  • Das Bundesforschungsministerium richtet ein neues Ressort für Frauengesundheit ein
  • In Bayern wird die W1-Untersuchung als Pilotprojekt vorbereitet

Beides kann langfristig dazu beitragen,

  • Datenlücken zu schließen
  • frauenspezifische Medizin zu stärken
  • die Versorgung strukturell zu verbessern

Was Frauen wirklich belastet: Ergebnisse unserer großen Umfrage

2025 haben mehr als 4.000 Frauen an unserer Umfrage teilgenommen. Die Ergebnisse waren eindeutig:

  • Nicht Hitzewallungen stehen ganz oben
  • sondern Schlafprobleme und psychische Belastungen

Das zeigt, wie wichtig es ist,

  • vielfältige Symptome ernst zu nehmen
  • psychische Gesundheit mitzudenken
  • weiter aufzuklären

Auch auf ärztlicher Seite wächst das Interesse an den Wechseljahren: Die Jahrestagung der Deutschen Menopause Gesellschaft war erstmalig ausgebucht – ein weiteres Zeichen für die hohe Relevanz des Themas.


Gegenwind bleibt

Mehr Aufmerksamkeit bedeutet aber nicht automatisch Zustimmung. 2025 gab es auch kritische Stimmen, etwa in diesen Medien:

Dort wurde unter anderem kritisiert, dass die Menopause „zu sehr problematisiert“ werde und zu viel Aufmerksamkeit bekommen würde.

Doch wir Frauen in der Lebensmitte sind Gegenwind gewohnt – und wir haben Ausdauer. ?


Ausblick 2026: Wir machen weiter – evidenzbasiert und konstruktiv

2025 hat gezeigt: Die Wechseljahre sind kein Randthema mehr, sondern Teil der gesellschaftlichen Debatte.

Das ist aber erst der Anfang. 2026 setzen wir uns weiter ein für:

  • bessere Aufklärung
  • hochwertige medizinische Informationen
  • eine Versorgung, die Frauen ernst nimmt
  • eine offene und respektvolle Diskussion

Folge wexxeljahre gern auf Instagram und/oder abonniere unseren Newsletter – um mehr über die Wechseljahre zu erfahren!