Warum ich wexxeljahre gegründet habe…

Portrait Anke Sinnigen

Wechseljahre, Menopause – puh…! Das klang für mich lange Zeit nach älteren Frauen, die nicht mehr fortpflanzungsfähig sind und leider auch nicht mehr wirklich attraktiv.

Damit waren sie ein echtes Problem für die Identifikation und die Wechseljahre keine Phase, auf die ich mich freuen sollte.

Aber seitdem ich mich altersmäßig im Dunstkreis „menopausaler Frauen“ bewege und mich intensiv mit allen Facetten der Wechseljahre beschäftige, merke ich, wie sehr die Scham und das Tabu, offen über die Wechseljahre zu sprechen, meine und die öffentliche Wahrnehmung von Frauen in den Wechseljahren beeinflusst.

Menopause – damit geht eine Phase, die mit der ersten Blutung in der Pubertät begann und der Start in die Weiblichkeit und Fruchtbarkeit war, zu Ende. Aber, was kommt denn dann? Wenn ich mir heute Frauen zwischen 40 und 60 angucke, zu denen ich ja auch zähle, sind das bestimmt keine grauen Mäuse. Vielmehr attraktive Frauen, oft auf dem Höhepunkt ihrer beruflichen Karrieren, weiterhin mit ambitionierten Plänen für ihr Beruf- und Privatleben. Wenn Kinder da sind, haben die ersten bereits das Haus verlassen und machen Platz für neue Räume und Ideen.

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind gut ausgebildet, wissen besser, was wir wollen als noch vor 10 bis 20 Jahren – und dann senkt sich das Damoklesschwert Menopause über uns. Wenn wir den Medien glauben, macht der hormonelle Entzug aus uns schwitzende Wesen, die nachts oft kein Auge mehr zu tun können, häufig Stimmungsschwankungen bis hin zu Panikattacken haben, um die Hüften ordentlich zusetzen und statt Spaß Schmerzen beim Sex haben.

 

 

„Da müssen Sie jetzt durch“

 

 

 

 

 

 

 

 

All das erleiden wir aber nicht nur aufgrund der tatsächlichen körperlichen Veränderungen, sondern auch weil wir nicht über unsere Probleme, Symptome sprechen, bei der Haus:ärztin und sogar bei der Gynäkolog:in auf Unverständnis stoßen und es gar nicht wagen, alle Beschwerden detailreich zu schildern. Heute (2021!) ist es immer noch so, dass die Mehrzahl der betroffenen Frauen von ihrer Ärzt:in zu hören bekommt, „das ist nun mal so“ und „da müssen Sie jetzt durch“. Was aber gar nicht daran liegt, dass die Medizin nichts machen kann, sondern daran, dass die meisten Ärzte gar nicht wissen, was sie machen können, auch weil die Wechseljahre so gut wie kein Thema im Medizinstudium sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

Was also tun? Sich dem Schicksal ergeben, die gesundheitlichen Herausforderungen weiterhin still zu erleiden oder gar den Job zu quittieren, ist keine Option. Es ist nicht weniger als ein Skandal, dass die medizinische Forschung sich weit mehr darum kümmert, dass Männer dank kleiner blauer Pillen ihre Potenz auch im hohen Alter behalten, bei Frauen aber weiterhin vor allem in die Reproduktionsmedizin investiert wird und hier der Schwerpunkt der Forschung liegt.

 

 

Wie kann es sein, dass die Wechseljahre von der Forschung so wenig Aufmerksamkeit bekommen?

 

Wenn wir uns diese Fakten anschauen:

– die Wechseljahre dauert gut und gerne 5-15 Jahre

– in dieser Zeit bekommt ein Drittel aller Frauen fast nichts von den hormonellen Veränderungen mit, ein zweites Drittel hat mittlere Beschwerden und das letzte Drittel kämpft mit starken Beschwerden

– aufgrund des demographischen Wandels sind Frauen 40+ die mit Abstand größte gesellschaftliche Gruppe

Dann ist es doch erstaunlich, dass in den Pharmaunternehmen so gut wie niemand sagt „Hoppla, da gibt es ja eine super spannende und große Zielgruppe mit gesundheitlichen Herausforderungen. Wollen wir für diese nicht ein paar innovative Produkte entwickeln (und damit viel Geld verdienen?).“ (Denn, Frauen in diesem Alter haben Geld)

 

 

 

 

 

 

 

Dazu kommt, dass die gesundheitlichen Herausforderungen sich nicht auf die Symptome der Wechseljahre beschränken, die durch die hormonellen Veränderungen entstehen, sondern – das zeigen vor allem neuere wissenschaftliche Studien – diese sind zugleich Startpunkt für weitere schwerwiegende gesundheitliche Probleme, wie Herzkreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und Demenz. Das klingt vielleicht nach Schwarzmalerei, ist aber leider Fakt.

 

 

Wir brauchen eine bessere Aufklärung über die Wechseljahre

 

Daher, so lange in der pharmazeutischen Forschung zu wenig passiert, liegt es an uns, unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Wir können viel machen, es gibt Lösungen, noch nicht alle sind ideal, aber viele besser als ihr Ruf. Manchmal muss man ein wenig ausprobieren, aber für die meisten Frauen lassen sich Wege finden, wie sie gut durch die Wechseljahre kommen.

Das Wichtigste dafür ist Wissen. Wissen, was im Körper passiert, wissen, welche Beschwerden „tatsächlich schon“ zu den Wechseljahren gehören, wissen, wann und warum wir anfangen müssen, Beschwerden zu behandeln, und zu wissen, wie. Und, wenn wir mal nicht weiter wissen, wen wir fragen können, damit wir nicht länger im Dunkeln tappen.

Hier will wexxeljahre ansetzen – mit vielen (medizinischen) Informationen, die wir verständlich aufbereiten, und vor allem mit Webinaren und unserem Mentoring-Programm: Hier arbeiten wir mit wichtigen Expert:innen für die Wechseljahre zusammen. Wir alle teilen den Wunsch, dass Frauen besser aufgeklärt durch die Wechseljahre gehen. Die Expert:innen haben dafür die Inhalte für den Selbstlernteil zusammen mit uns entwickelt und stehen den Teilnehmerinnen in den Webinaren Rede und Antwort. Gemeinsam wollen wir so erreichen, dass Frauen die beste Voraussetzung bekommen, ihr Leben und ihre Gesundheit wieder unter Kontrolle zu haben und nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten.

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